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Neuer City Guide 2025 veröffentlicht: Zug im Weihnachtslicht

Vom Kaufrausch zur Klarheit: Der City Guide als smarter Gegenpol zum Black Friday
Der Tag, an dem wir kaufen sollen – und der Moment, in dem wir entscheiden können, ob wir mitmachen
Der Black Friday rollt wieder heran. Überall Rabattschreie, blinkende Countdown-Timer und Versprechen von angeblichen Jahrhundert-Deals. Händler wollen, dass wir klicken, kaufen, mitfiebern. Doch hinter der glitzernden Rabattfassade steckt ein System, das genau weiss, wie es uns packt – und wie es uns zu Käufen verführt, die wir eigentlich gar nicht brauchen. Der Schweizerische Konsumentenbund ruft deshalb dazu auf, die Black-Friday-Show kritisch zu hinterfragen und bewusstere Alternativen zu wählen.
Warum uns der Black Friday so leicht kriegt
Unser Gehirn liebt den Kick eines vermeintlichen Schnäppchens. Ein tieferer Preis – und schon werden Glückshormone ausgeschüttet. Händler setzen genau darauf. Sie erhöhen vorher die Preise, verkünden dann «nur heute» und sorgen dafür, dass wir innerlich spüren: Wenn ich jetzt nicht zugreife, verpasse ich etwas.
Dieser FOMO-Effekt kann so stark sein, dass wir Dinge kaufen, die wir nicht einmal wirklich wollten. Viele Menschen kaufen am Black Friday nur aus dem Gefühl heraus, dass man dabei sein muss.
Eine aktuelle Umfrage zeigt zudem: Die Mehrheit der Befragten ist mit den Angeboten gar nicht zufrieden. Viele empfinden die Rabatte als immer undurchsichtiger.
Social Media: Der Turbo für Impulskäufe
TikTok, Instagram und Co. wirken am Black Friday wie ein Feuerbeschleuniger. Die Trendzyklen drehen schneller denn je. Ein Produkt geht viral – und kurz darauf hat man das Gefühl, ohne dieses Ding nicht mehr leben zu können. 65 Prozent der Generation Z fühlen sich unter Druck, ständig mit Trends mitzuhalten.
Doch gleichzeitig wächst eine Gegenbewegung: Das sogenannte De-Influencing. Immer mehr junge Menschen sagen laut, was sie wirklich denken – und entlarven überteuerte Trendprodukte als unnötig. Das zeigt: Der Konsumdruck ist für viele schlicht zu viel geworden.
Die Wahrheit hinter vielen Rabatten
Wie gross sind die Preisnachlässe tatsächlich? Eine grosse Analyse ergab: Die Preise waren im Schnitt kaum 7 Prozent günstiger als im Monat davor. Viele Produkte waren an anderen Tagen sogar billiger. Dazu kommen die bekannten Tricks:
| Preisfalle | Was dahinter steckt |
| Scheinrabatte | Preise werden vorher angehoben – danach wirkt der Rabatt riesig. |
| Veraltete Modelle | Grosse Rabatte gibt es oft auf Auslaufware, nicht auf aktuelle Topseller. |
| Psychotricks | Countdown-Timer und künstliche Knappheit sollen Stress erzeugen. |
Der Konsumentenbund rät deshalb: Preise vergleichen, klare Liste machen, nicht unter Druck setzen lassen.
Die bessere Alternative: lokal einkaufen – bewusst einkaufen
Während weltweit Milliarden in den Onlinehandel fliessen, gibt es eine stille, aber starke Gegenbewegung: bewusster, lokaler Konsum. In der Schweiz setzen Initiativen wie buy-local.ch ein klares Zeichen: Wer in der eigenen Region einkauft, stärkt Arbeitsplätze, unterstützt faire Unternehmen und sorgt für lebendige Innenstädte.
Der Schweizerische Konsumentenbund zeigt, wie spannend diese Alternative sein kann: Mit dem neuen City Guide für Zug, Cham, Baar und Steinhausen, der regionale Anbieter sichtbar macht. Hier findet man Geschäfte, die mit echter Beratung, Qualität und Persönlichkeit überzeugen – statt mit künstlich aufgeblähten Rabatten.
So gelingt ein smarter Black Friday
- Liste schreiben: Was brauche ich wirklich?
• Budget fixieren: Klare Grenze setzen.
• Preise prüfen: Unabhängige Portale nutzen.
• Werbung meiden: Newsletter, Prospekte und Social Media für einen Tag ignorieren.
• Lokal einkaufen: Kleine Geschäfte stärken und langlebige Produkte wählen.
Der Black Friday muss kein Konsumrausch sein. Er kann ein Moment sein, in dem man bewusst entscheidet: Qualität statt Hektik. Regionale Vielfalt statt globaler Massenrabatte. Und echtes Bewusstsein statt FOMO.



