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«Nicht alles, was älter ist, muss ersetzt werden»

Partner & Experten16 Min. Lesezeit

von Redaktion Konsumentenbund

Damak

In unserer Beitragsreihe stellen wir Unternehmen und Expertinnen und Experten aus dem Netzwerk des Schweizerischen Konsumentenbunds vor – Partner, die für Qualität, Verlässlichkeit und echte Kundennähe stehen. Heute: Darko Maksimovic von DAMAK Wintergarten-Service.

Wenn ein Wintergarten undicht wird, eine Faltwand klemmt oder eine Beschattung nicht mehr richtig funktioniert, scheint ein kompletter Ersatz oft die einfachste Lösung. Darko Maksimovic, Inhaber von DAMAK Wintergarten-Service, sieht das anders: Mit einer sorgfältigen Ursachenanalyse, handwerklichem Verständnis und gezielten Modernisierungen lassen sich viele bestehende Anlagen erhalten und langfristig aufwerten.

Konsumentenbund: Herr Maksimovic, worauf hat sich DAMAK Wintergarten-Service spezialisiert?

Darko Maksimovic: DAMAK Wintergarten-Service hat sich auf den Service, die Reparatur, Sanierung, Renovation sowie die Nachrüstung und Aufwertung bestehender Wintergärten und Terrassenverglasungen spezialisiert. Unser Schwerpunkt liegt insbesondere dort, wo ältere oder bestehende Anlagen technische Probleme aufweisen, undicht werden, nicht mehr dem heutigen Komfort entsprechen oder Ersatzteile und passende Lösungen nur schwer verfügbar sind. Statt vorschnell ganze Konstruktionen zu ersetzen, analysieren wir den Bestand und entwickeln technisch sinnvolle und wirtschaftliche Lösungen, um bestehende Anlagen zu erhalten, zu modernisieren und gezielt aufzuwerten. Dazu gehören beispielsweise Verbesserungen an Verglasungen, Beschattung, Dichtungen, Beschlägen, Entwässerung, Steuerungen sowie weitere individuelle Nachrüstungen. Dabei verbinden wir langjährige Erfahrung im Metall- und Glasbau mit Lösungen, die speziell auf die jeweilige bestehende Konstruktion abgestimmt werden.

Konsumentenbund: Warum braucht die Beurteilung eines Wintergartens häufig mehr als einen Blick auf den sichtbaren Schaden?

Darko Maksimovic: Was häufig unterschätzt wird: Ein Wintergarten ist ein komplexes Gesamtsystem aus Konstruktion, Verglasung, Abdichtung, Entwässerung, Beschlägen, Beschattung und zahlreichen Anschlussdetails. Ein sichtbarer Schaden zeigt deshalb nicht automatisch, wo die eigentliche Ursache liegt – beispielsweise kann ein Wassereintritt an einer ganz anderen Stelle entstehen als dort, wo das Wasser schliesslich sichtbar wird. Gerade bei älteren Anlagen braucht es Erfahrung, technisches Verständnis und eine sorgfältige Bestandsanalyse, bevor über eine Reparatur oder Sanierung entschieden wird. Unser Grundsatz lautet deshalb: zuerst die Ursache verstehen, dann gezielt eingreifen. Oft lässt sich dadurch eine bestehende Konstruktion mit den richtigen Massnahmen noch viele Jahre erhalten, verbessern und an heutige Bedürfnisse anpassen.

Konsumentenbund: Welche Erfahrung prägt Ihre Philosophie im Umgang mit bestehenden Anlagen?

Darko Maksimovic: Eine entscheidende Erkenntnis in meiner beruflichen Laufbahn war, dass nicht immer die einfachste oder schnellste Lösung die beste für den Kunden ist. Gerade bei bestehenden Wintergärten habe ich immer wieder erlebt, dass Konstruktionen vorschnell als veraltet oder nicht mehr reparierbar beurteilt werden, obwohl mit Erfahrung, technischem Verständnis und der richtigen Herangehensweise noch sehr viel möglich ist. Daraus hat sich meine heutige Philosophie entwickelt: Bestehendes zuerst verstehen und erhalten, bevor man es ersetzt – und dort, wo es sinnvoll ist, gezielt verbessern, modernisieren und aufwerten. Für mich bedeutet gute Arbeit deshalb nicht nur, einen aktuellen Schaden zu beheben, sondern eine nachhaltige Lösung zu schaffen, hinter der ich auch Jahre später noch stehen kann.

Konsumentenbund: Welcher Fehler führt bei Wintergärten besonders häufig zu hohen Folgekosten?

Darko Maksimovic: Der häufigste und oftmals kostspieligste Fehler ist, mit einer Wartung oder Reparatur so lange zu warten, bis bereits ein grösserer Schaden entstanden ist. Kleine Undichtigkeiten, verschlissene Dichtungen, schwergängige Beschläge, verstopfte Entwässerungen oder erste Auffälligkeiten an Verglasung und Beschattung werden häufig unterschätzt oder provisorisch behoben. Dabei können gerade bei Wintergärten aus kleinen Ursachen mit der Zeit erhebliche Folgeschäden an Konstruktion, Boden, Anschlüssen oder Innenausbau entstehen. Viele dieser Probleme lassen sich durch regelmässige Kontrolle und frühzeitige fachgerechte Instandhaltung mit überschaubarem Aufwand vermeiden. Unsere Empfehlung ist deshalb einfach: Nicht erst reagieren, wenn etwas nicht mehr funktioniert, sondern den Wintergarten wie jedes andere technische Bauteil regelmässig warten und seinen Zustand überprüfen lassen.

Konsumentenbund: Wie konnte eine sorgfältige Ursachenanalyse einen mehrfach sanierten Wintergarten doch noch retten?

Darko Maksimovic: Ein besonders anspruchsvoller Fall war ein Wintergarten, der erst sechs Jahre alt war und dennoch bereits erhebliche technische Probleme und wiederkehrende Schäden aufwies. Zu diesem Zeitpunkt waren bereits zwei umfangreiche Kernsanierungen durchgeführt worden. Zusätzlich hatten zwei unabhängige Experten die Anlage begutachtet und ihre Einschätzungen zu den möglichen Ursachen in entsprechenden Berichten festgehalten. Trotz dieses erheblichen Aufwands konnten die bestehenden Probleme jedoch nicht nachhaltig behoben werden.

Für uns bestand die Herausforderung deshalb darin, nicht einfach eine dritte Sanierung nach demselben Muster durchzuführen. Wir haben die bestehende Konstruktion nochmals als Gesamtsystem analysiert, die tatsächlichen Schwachstellen untersucht und darauf aufbauend ein eigenes Sanierungskonzept entwickelt. Dabei wurden unter anderem das Dach vollständig neu abgedichtet sowie Boden, Decke und kritische Anschlussbereiche geöffnet, instand gesetzt und teilweise konstruktiv verbessert.

Das zentrale Ergebnis für den Kunden war, dass nicht die Anzahl der Reparaturen oder Sanierungen über den Erfolg entscheidet, sondern die richtige Ursachenanalyse. Selbst nach mehreren erfolglosen Sanierungsversuchen kann eine bestehende Konstruktion erhalten werden, wenn die tatsächlichen Schwachstellen erkannt und technisch konsequent behoben werden.

Konsumentenbund: Welche zwei Regeln empfehlen Sie Eigentümerinnen und Eigentümern, wenn eine Reparatur oder Sanierung ansteht?

Darko Maksimovic: 1. Nicht nur den Preis vergleichen, sondern die vorgeschlagene Lösung. Gerade bei Reparaturen und Sanierungen von Wintergärten können zwei Offerten völlig unterschiedliche Leistungen beinhalten. Kunden sollten sich erklären lassen, was die Ursache des Problems ist, welche Arbeiten tatsächlich ausgeführt werden und warum diese Massnahmen notwendig sind. Eine günstige Reparatur kann am Ende teuer werden, wenn lediglich Symptome behandelt werden und das eigentliche Problem bestehen bleibt.

2. Kleine Auffälligkeiten frühzeitig ernst nehmen. Undichtigkeiten, Kondenswasser, schwergängige Türen, ungewöhnliche Geräusche, beschädigte Dichtungen oder Probleme mit Beschattung und Entwässerung sollten nicht über längere Zeit ignoriert werden. Eine frühzeitige fachliche Beurteilung ist meistens deutlich einfacher und kostengünstiger als die spätere Behebung von Folgeschäden. Wer seinen Wintergarten regelmässig kontrollieren und warten lässt, kann seine Lebensdauer erheblich verlängern und den Wert der bestehenden Anlage erhalten.

Konsumentenbund: Wie sorgen Sie dafür, dass sich Kunden mit ihren Fragen und Problemen ernst genommen fühlen?

Darko Maksimovic: Für uns beginnt Kundenfreundlichkeit mit Zuhören. Viele Kunden kontaktieren uns nicht mit einem klar definierten technischen Auftrag, sondern mit einem Problem, einer Unsicherheit oder einer Anlage, mit der sie schon länger Schwierigkeiten haben. Deshalb nehmen wir uns bei der Bestandsaufnahme bewusst Zeit, die Situation aus Sicht des Kunden zu verstehen und seine Wünsche, bisherigen Erfahrungen und Erwartungen aufzunehmen.

Anschliessend erklären wir verständlich, was wir festgestellt haben, welche Möglichkeiten bestehen und welche Massnahmen aus unserer Sicht wirklich sinnvoll sind. Dabei versuchen wir nicht, möglichst viel zu verkaufen, sondern gemeinsam mit dem Kunden eine Lösung zu finden, die technisch, wirtschaftlich und langfristig zu seiner Situation passt. Wo mehrere Möglichkeiten bestehen, zeigen wir Alternativen auf und besprechen deren Vor- und Nachteile offen.

Besonders wichtig ist uns zudem der persönliche Kontakt. Vom ersten Gespräch über die Ausführung bis zur späteren Betreuung soll der Kunde wissen, wer für seine Anlage verantwortlich ist und an wen er sich wenden kann. Unser Anspruch ist nicht, einen Auftrag einfach abzuschliessen, sondern eine langfristige Vertrauensbasis zu schaffen.

Konsumentenbund: Wie gehen Sie mit Reklamationen oder Problemen nach Abschluss eines Auftrags um?

Darko Maksimovic: Für uns zeigt sich echte Servicequalität nicht nur dann, wenn alles reibungslos läuft, sondern vor allem dann, wenn ein Problem entsteht. Bei einer Reklamation hören wir dem Kunden zuerst zu, prüfen die Situation sachlich und suchen nach der tatsächlichen Ursache. Wenn ein Fehler auf unserer Seite liegt, stehen wir dazu und kümmern uns um eine fachgerechte Lösung. Entscheidend ist für uns nicht die Frage, wer recht hat, sondern wie wir gemeinsam zu einem guten und nachhaltigen Ergebnis kommen.

Ein Beispiel dafür war ein Auftrag, bei dem nach Abschluss unserer Arbeiten nochmals ein Problem aufgetreten ist. Obwohl zunächst nicht eindeutig war, ob die Ursache tatsächlich mit unseren ausgeführten Arbeiten zusammenhing, haben wir die Situation vor Ort erneut geprüft und die notwendigen Korrekturen vorgenommen. Für den Kunden war letztlich entscheidend, dass wir ihn mit dem Problem nicht allein gelassen haben und auch nach Abschluss des Auftrags erreichbar geblieben sind.

Genau daraus entstehen unserer Erfahrung nach langfristige Kundenbeziehungen: Nicht weil niemals Schwierigkeiten auftreten, sondern weil der Kunde weiss, dass wir auch dann Verantwortung übernehmen, wenn es einmal schwierig wird.

Konsumentenbund: Was tun Sie, wenn eine ältere Anlage als nicht mehr reparierbar gilt?

Darko Maksimovic: Unser Extra-Schritt besteht oft darin, dort weiterzusuchen, wo eine Standardlösung nicht mehr weiterführt. Ein gutes Beispiel dafür ist ein rund 80-jähriger Kunde, der uns wegen einer nicht mehr funktionierenden Faltwand kontaktierte. Zuvor hatte bereits ein seit vielen Jahrzehnten etabliertes Unternehmen während mehrerer Stunden versucht, die Anlage zu reparieren – jedoch ohne Erfolg. Schliesslich wurde dem Kunden mitgeteilt, dass die Faltwand zu alt sei, keine passenden Ersatzteile mehr erhältlich seien und der Griff besser nicht mehr betätigt werden sollte, da sich die Anlage möglicherweise nicht mehr schliessen lasse.

Bei meinem Besuch wollte ich die Anlage zunächst selbst verstehen und ihre Funktion prüfen. Trotz der Bedenken öffnete ich die Faltwand und erkannte nach wenigen Minuten, wo die eigentliche Ursache lag. Ich zeigte und erklärte dem Kunden das Problem direkt. Seine erste Reaktion war die Frage, wann wir die Reparatur durchführen könnten. Rund 45 Minuten später war das Problem behoben und die Faltwand wieder funktionsfähig.

Genau darin sehen wir unseren Extra-Schritt: Wir geben eine bestehende Anlage nicht allein deshalb auf, weil sie alt ist oder keine Standard-Ersatzteile mehr verfügbar sind. Wir versuchen zuerst zu verstehen, wie das System aufgebaut ist, was tatsächlich defekt ist und ob sich eine individuelle Lösung finden lässt. Gerade bei älteren Wintergärten können Erfahrung, technisches Verständnis und die Bereitschaft, über Standardlösungen hinauszudenken, darüber entscheiden, ob eine Anlage ersetzt werden muss oder noch viele Jahre weiter genutzt werden kann.

Konsumentenbund: Warum ist ein kompletter Ersatz eines alten Wintergartens nicht immer die beste Lösung?

Darko Maksimovic: Wir sind der Meinung, dass ein alter oder problembehafteter Wintergarten nicht automatisch durch einen neuen ersetzt werden muss. In unserer Branche ist ein kompletter Ersatz häufig einfacher zu kalkulieren und auszuführen als die detaillierte Analyse und Sanierung einer bestehenden Konstruktion. Für den Kunden ist dies jedoch nicht zwangsläufig die beste oder wirtschaftlichste Lösung.

Auch Aussagen wie «zu alt», «keine Ersatzteile mehr erhältlich» oder «nicht mehr reparierbar» betrachten wir zunächst kritisch. Fehlende Originalteile bedeuten nicht automatisch, dass eine Anlage am Ende ihrer Lebensdauer angekommen ist. Je nach Konstruktion können Bauteile instand gesetzt, angepasst, nachgefertigt oder durch technisch geeignete Alternativen ersetzt werden.

Wir vertreten deshalb den Grundsatz: Erst wenn eine bestehende Konstruktion technisch sauber beurteilt wurde und eine Reparatur oder Sanierung weder sinnvoll noch wirtschaftlich vertretbar ist, sollte über einen vollständigen Ersatz gesprochen werden. Nachhaltigkeit bedeutet für uns nicht nur, neue und effizientere Produkte einzubauen, sondern auch das sinnvoll zu erhalten und weiterzuentwickeln, was bereits vorhanden ist.

Konsumentenbund: Wo wünschen Sie sich einen stärkeren Konsumentenschutz und mehr Wertschätzung für handwerkliches Wissen?

Darko Maksimovic: Aus meiner täglichen Praxis würde ich mir einen stärkeren Schutz der Schweizer Konsumentinnen und Konsumenten vor qualitativ unzureichenden Bausystemen und unseriösen Anbietern wünschen. Entscheidend ist für mich dabei nicht, wo ein Produkt hergestellt wird, sondern dass Systeme, die in die Schweiz importiert, verkauft und montiert werden, klare Anforderungen an Qualität, Sicherheit, technische Eignung und langfristige Gebrauchstauglichkeit erfüllen.

In den vergangenen Jahren habe ich mehrfach Projekte übernommen, bei denen Kunden mit importierten Wintergarten- und Terrassensystemen erhebliche Probleme hatten. Dabei ging es teilweise nicht nur um eine mangelhafte Montage. Bei einzelnen Anlagen waren konstruktive Details nicht vollständig durchdacht oder Bauteile für die tatsächliche Einbausituation nicht ausreichend ausgelegt. In solchen Fällen mussten wir bestehende Konstruktionen nachträglich verstärken, fehlende oder ungeeignete Bauteile neu anfertigen und konstruktive Details technisch überarbeiten, damit die Anlagen fertiggestellt und dauerhaft nutzbar gemacht werden konnten.

Besonders problematisch ist die Situation für den Kunden, wenn bereits ein erheblicher Betrag bezahlt wurde und später Mängel oder konstruktive Probleme auftreten. In mehreren Fällen, die wir übernommen haben, waren der ursprüngliche Anbieter oder die ausführende Montagefirma zu diesem Zeitpunkt nicht mehr erreichbar oder gar nicht mehr auffindbar. Der Kunde bleibt dann mit einer teilweise unfertigen oder technisch mangelhaften Anlage zurück, hat keinen verantwortlichen Ansprechpartner mehr und muss zusätzlich für die Fertigstellung, Verstärkung oder Sanierung seiner bereits bezahlten Anlage aufkommen.

Ich würde mir deshalb wünschen, dass bei importierten Bausystemen stärker sichergestellt wird, dass klare Anforderungen an Qualität, Sicherheit, konstruktive Eignung und fachgerechte Ausführung erfüllt werden. Ebenso sollte gewährleistet sein, dass für in der Schweiz verkaufte und montierte Anlagen ein klar verantwortlicher und greifbarer Ansprechpartner besteht. Wer solche Anlagen verkauft oder montiert, sollte auch dafür Verantwortung tragen, dass die Konstruktion für den vorgesehenen Einsatz technisch geeignet und vollständig durchdacht ist. Konsumentenschutz sollte meiner Meinung nach nicht erst einsetzen, wenn der Schaden bereits entstanden ist.

Gleichzeitig wünsche ich mir, dass das klassische Metallbauhandwerk wieder stärker wertgeschätzt und erhalten wird. Gerade bei individuell gefertigten und geschweissten Wintergärten sieht man auch Jahrzehnte später, was konstruktives Verständnis und handwerkliches Können bedeuten. Viele dieser Anlagen können trotz ihres Alters noch instand gesetzt, angepasst und technisch weiterentwickelt werden.

Moderne Systemkonstruktionen haben selbstverständlich ihre Berechtigung und bieten viele technische Vorteile. Die zunehmende Standardisierung darf meiner Meinung nach jedoch nicht dazu führen, dass das Wissen verloren geht, eine Konstruktion selbst zu verstehen, fachgerecht anzupassen, zu verstärken oder bei Bedarf individuelle Bauteile anzufertigen. Für mich gehören deshalb Konsumentenschutz, konstruktive Qualität und der Erhalt des handwerklichen Fachwissens zusammen. Eine gute Konstruktion sollte nicht nur am Tag der Montage funktionieren, sondern so ausgeführt sein, dass sie auch Jahre später noch gewartet, repariert und weiterentwickelt werden kann.

Konsumentenbund: Welche Trends werden Wintergärten und Terrassenverglasungen künftig prägen?

Darko Maksimovic: Einer der wichtigsten Trends ist für mich die Weiterentwicklung vom reinen Ersatz hin zur gezielten Modernisierung bestehender Wintergärten. Viele Anlagen verfügen über eine solide Grundkonstruktion und müssen nicht komplett erneuert werden. Durch moderne Verglasungen, verbesserte Abdichtungs- und Anschlusslösungen, Sonnenschutz, Beschattung sowie die Nachrüstung einzelner Komponenten können bestehende Wintergärten technisch und energetisch deutlich verbessert und an heutige Komfortansprüche angepasst werden.

Ein immer wichtigeres Thema wird dabei der sommerliche Wärmeschutz. Grosse Glasflächen bringen viel Licht und Wohnqualität, können sich bei starker Sonneneinstrahlung jedoch erheblich aufheizen. Moderne Beschattungssysteme, Sonnenschutzverglasungen und gezielt eingesetzte Sonnenschutzfolien bieten heute Möglichkeiten, den Wärmeeintrag zu reduzieren, ohne deshalb gleich eine komplette Konstruktion ersetzen zu müssen.

Auch die Automatisierung wird weiter an Bedeutung gewinnen. Beschattungen, Lüftung und weitere Komponenten können zunehmend über Sensoren und intelligente Steuerungen auf Sonne, Temperatur und Wetter reagieren. Für den Kunden bedeutet das mehr Komfort, gleichzeitig können bestehende Anlagen schrittweise mit moderner Technik nachgerüstet werden.

Den grössten Trend sehe ich jedoch in einem veränderten Verständnis von Nachhaltigkeit: Nicht alles, was älter ist, muss ersetzt werden. Bestehende Konstruktionen zu prüfen, sinnvoll zu erhalten und mit moderner Technik weiterzuentwickeln, kann wirtschaftlich und ökologisch eine sehr interessante Alternative zum kompletten Neubau sein. Der Wintergarten der Zukunft muss deshalb nicht zwangsläufig neu sein – manchmal ist es ein bestehender Wintergarten, der intelligent weiterentwickelt wurde.

Konsumentenbund: Wie verändert sich die Rolle eines Fachbetriebs in den kommenden Jahren?

Darko Maksimovic: In den kommenden fünf bis zehn Jahren wird sich unser Fachbereich aus meiner Sicht deutlich stärker vom reinen Neubau hin zur Betreuung, Sanierung und Modernisierung bestehender Wintergärten entwickeln. Viele Anlagen, die vor 20, 30 oder mehr Jahren gebaut wurden, kommen zunehmend in ein Alter, in dem Verglasungen, Dichtungen, Beschläge, Beschattungssysteme und konstruktive Details überarbeitet werden müssen. Gleichzeitig erwarten Kunden heute mehr Komfort, bessere Energieeffizienz und zeitgemässe technische Lösungen.

Damit wird sich auch die Aufgabe des Fachbetriebs verändern. Es wird künftig nicht mehr ausreichen, nur aktuelle Systeme montieren zu können. Gefragt sein wird zunehmend das Wissen, unterschiedliche Konstruktionen und Systeme verschiedener Generationen zu verstehen, ihren Zustand fachgerecht zu beurteilen und individuelle Lösungen für deren Erhalt und Weiterentwicklung zu finden. Gerade dieses Wissen über bestehende und ältere Anlagen wird aus meiner Sicht erheblich an Bedeutung gewinnen.

Für den Kunden bedeutet das im Idealfall mehr Möglichkeiten. Ein Wintergarten, der technisch in die Jahre gekommen ist, muss nicht automatisch komplett ersetzt werden. Durch gezielte Sanierung, Modernisierung und Nachrüstung kann aus einer bestehenden Konstruktion wieder ein zeitgemässer und komfortabler Lebensraum entstehen.

Gleichzeitig glaube ich, dass Kunden künftig noch stärker darauf achten werden, wer sie auch nach der eigentlichen Ausführung langfristig begleitet. Deshalb sehe ich die Zukunft unseres Fachbereichs nicht nur im einzelnen Projekt, sondern in der Betreuung über den gesamten Lebenszyklus einer Anlage – von der Wartung und Reparatur über die Sanierung bis zur technischen Modernisierung und Aufwertung.

Konsumentenbund: Wo liegen die Chancen und Grenzen der Digitalisierung im Wintergarten-Service?

Darko Maksimovic: Die Digitalisierung bietet unserer Branche grosse Chancen, wenn sie dazu genutzt wird, Abläufe für den Kunden einfacher, transparenter und nachvollziehbarer zu machen. Digitale Bestandsaufnahmen, Fotodokumentationen, technische Unterlagen und eine strukturierte Dokumentation der ausgeführten Arbeiten können beispielsweise dazu beitragen, dass auch Jahre später nachvollziehbar bleibt, was an einer Anlage gemacht wurde. Gerade bei Wintergärten, die über Jahrzehnte genutzt und mehrfach gewartet oder modernisiert werden, sehe ich darin einen grossen Mehrwert.

Auch bei Steuerungen und Automatisierung entstehen neue Möglichkeiten. Beschattung, Lüftung und andere Komponenten können zunehmend intelligent gesteuert und miteinander vernetzt werden. Gleichzeitig sollte die Technik für den Kunden verständlich und langfristig beherrschbar bleiben. Eine Anlage wird aus meiner Sicht nicht automatisch besser, nur weil sie digitaler oder komplexer wird.

Ein Risiko sehe ich darin, dass Digitalisierung und Onlinehandel den Eindruck vermitteln können, komplexe Bausysteme seien einfache Standardprodukte. Ein Wintergarten lässt sich jedoch nicht allein anhand einiger Masse und Bilder beurteilen. Statik, Anschlüsse, Entwässerung, Verglasung, Beschattung und die bestehende Bausituation müssen als Gesamtsystem betrachtet werden. Ein günstiges Onlineangebot ersetzt deshalb keine fachgerechte Planung und Beurteilung vor Ort.

Handlungsbedarf sehe ich vor allem darin, digitale Möglichkeiten mit handwerklichem Fachwissen zu verbinden. Digitalisierung sollte den Fachmann unterstützen und dem Kunden mehr Transparenz und Komfort bieten – sie sollte aber weder die persönliche Beratung noch das konstruktive Verständnis ersetzen. Für mich liegt die Zukunft deshalb nicht in «digital oder Handwerk», sondern in der intelligenten Verbindung von beidem.

Konsumentenbund: Wie sieht Ihre Vision einer fairen und langfristigen Partnerschaft mit Kunden aus?

Darko Maksimovic: Meine Vision ist eine Branche, in der der Kunde nicht einfach eine Konstruktion oder eine Reparatur kauft, sondern einen verlässlichen Partner an seiner Seite hat, der auch langfristig Verantwortung übernimmt. Beratung sollte ehrlich und verständlich sein: Der Kunde soll wissen, was gemacht wird, warum es notwendig ist, welche Alternativen bestehen und wofür er bezahlt.

Zu einer fairen Partnerschaft gehört für mich auch, nicht automatisch die teuerste oder umfangreichste Lösung zu empfehlen. Wenn eine bestehende Konstruktion erhalten, repariert oder sinnvoll modernisiert werden kann, sollte der Kunde diese Möglichkeit kennen. Genauso muss man offen sagen können, wenn eine Reparatur wirtschaftlich oder technisch keinen Sinn mehr ergibt. Vertrauen entsteht für mich genau durch diese Ehrlichkeit.

Ich wünsche mir zudem, dass Qualität wieder stärker über den gesamten Lebenszyklus einer Anlage beurteilt wird. Ein guter Wintergarten sollte nicht nur bei der Übergabe überzeugen, sondern auch nach vielen Jahren noch gewartet, repariert, angepasst und weiterentwickelt werden können. Dazu gehört auch, dass Anbieter nach Abschluss und Bezahlung eines Projektes erreichbar bleiben und Verantwortung für ihre Arbeit übernehmen.

Die ideale Zukunft wäre für mich deshalb eine Verbindung aus gutem Handwerk, moderner Technik, transparenter Beratung und langfristiger Verantwortung. Der Kunde soll am Ende nicht das Gefühl haben, dass ihm etwas verkauft wurde, sondern dass gemeinsam mit ihm die für seine Situation beste Lösung gefunden wurde. Wenn daraus eine Zusammenarbeit entsteht, die über viele Jahre Bestand hat, dann haben aus meiner Sicht beide Seiten alles richtig gemacht.

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Über das Unternehmen: DAMAK Wintergarten-Service ist auf Reparatur, Sanierung, Modernisierung und Nachrüstung bestehender Wintergärten und Terrassenverglasungen spezialisiert. Weitere Informationen finden Sie unter: www.damak.ch

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