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Mehr als nur Textildruck: Im Gespräch mit Michi Mächler, Geschäftsführer der Green Fara GmbH

Partner & Experten6 Min. Lesezeit

von Redaktion Konsumentenbund

Michael Mächler

In unserer Beitragsreihe stellen wir Expert:innen und Unternehmen aus dem Netzwerk des Schweizerischen Konsumentenbunds vor – Partner, die für Qualität, Verlässlichkeit und echte Kundennähe stehen. Heute im Gespräch: Michi Mächler von der Green Fara GmbH.

Ob T-Shirts, Caps oder Softshelljacken – bedruckte und bestickte Textilien sind für viele Unternehmen ein wichtiges Aushängeschild. Doch der Weg zum perfekten Merchandising-Produkt erfordert mehr als nur eine Druckmaschine. Wir haben mit Michi Mächler, Geschäftsführer der Green Fara GmbH und Gründer von werbemittel-oerlikon.ch, darüber gesprochen, warum persönliche Beratung im digitalen Zeitalter unverzichtbar ist und weshalb Flexibilität oft den entscheidenden Unterschied macht.

Konsumentenbund: Herr Mächler, welches spezifische Problem lösen Sie für Ihre Kunden?

Michi Mächler: Wir bedrucken und besticken Textilien aller Art – von T-Shirts über Caps bis hin zu Softshelljacken – und liefern zudem Merchandising-Lösungen für Unternehmen. Unser Fokus liegt darauf, für jeden Kunden die passende Umsetzung zu finden, egal ob Standardauftrag oder Speziallösung. Was uns unterscheidet, ist die Kombination aus persönlicher Beratung, Erfahrung und der Fähigkeit, auch kurzfristig flexibel zu reagieren. Gerade wenn es schnell gehen muss, finden wir oft Wege, die andere nicht anbieten können.

Konsumentenbund: Gibt es Aspekte Ihrer Arbeit, die von Aussenstehenden oft missverstanden oder unterschätzt werden?

Viele wissen gar nicht mehr, dass es uns auch als physisches Geschäft gibt. Bei uns kann man im Showroom in Freienbach vorbeikommen, Produkte anschauen und sich direkt beraten lassen. Das wird oft unterschätzt, gerade in einer Zeit, in der vieles nur noch online läuft. Zusätzlich liefern wir auch auf Rechnung, was für viele Geschäftskunden ein grosser Vorteil ist. Diese Kombination aus persönlichem Kontakt und flexiblen Lösungen macht uns besonders.

Konsumentenbund: Was prägt Ihre heutige Herangehensweise und Ihre Werte als Unternehmen?

Ein wichtiger Meilenstein war für mich die Gründung von werbemittel-oerlikon.ch. Das hat meine Sicht auf das Geschäft stark geprägt – vor allem in Bezug auf Qualität, Verlässlichkeit und langfristige Kundenbeziehungen. Seitdem steht für mich im Vordergrund, nicht einfach nur Produkte zu liefern, sondern Lösungen, die für den Kunden wirklich funktionieren.

Konsumentenbund: Welches ist der häufigste Fehler, den Kunden machen, und wie lässt er sich vermeiden?

Ein klassischer Fehler sind falsche Drucktechniken, zum Beispiel bei Softshelljacken. Wenn hier nicht sauber gearbeitet wird, kann der Druck nach einiger Zeit durchbluten oder sich verändern. Das haben wir am Anfang selbst unterschätzt, aber genau daraus lernt man. Heute achten wir sehr genau darauf, welche Technik zu welchem Material passt – und das spart dem Kunden langfristig viel Ärger und Kosten.

Konsumentenbund: Haben Sie ein Beispiel aus der Praxis, bei dem Sie einem Kunden aus einer besonders herausfordernden Situation geholfen haben?

Einmal mussten wir sehr kurzfristig einspringen, weil ein anderer Anbieter nicht liefern konnte. Wir haben an einem Samstagmorgen mit der Produktion von 1’250 T-Shirts begonnen – insgesamt 3’750 Drucke an drei Positionen – und konnten die Ware bereits am Montagmorgen in Bern ausliefern. Für den Kunden war das entscheidend, weil ein Event davon abhing. Solche Einsätze zeigen, wie wichtig Flexibilität und ein eingespieltes Team sind.

Konsumentenbund: Welche zwei konkreten Tipps würden Sie jemandem geben, der Textilien bedrucken lassen möchte?

Erstens: Es kostet in der Regel mehr, als man am Anfang denkt. Gerade bei grösseren Aufträgen oder wenn Zahlungsziele laufen, braucht es eine gute Planung. Zweitens: Man braucht etwas Zeit, um den richtigen Rhythmus zu finden – sowohl bei der Auswahl der Produkte als auch bei den Abläufen. Wer sich diese Zeit nimmt, fährt langfristig deutlich besser.

Konsumentenbund: Kundenfreundlichkeit ist oft ein leeres Schlagwort. Wie stellen Sie sicher, dass sich Ihre Kunden wirklich verstanden fühlen?

Wir sprechen viel mit unseren Kunden, um wirklich zu verstehen, was sie wollen. Oft helfen visuelle Beispiele oder Muster, damit alle vom Gleichen sprechen. Persönliche Besprechungen und unser Musterservice sind dabei extrem wichtig – auch nach der Lieferung bleiben wir im Austausch.

Konsumentenbund: Wie gehen Sie mit Missverständnissen oder Reklamationen um?

Unterschiedliche Vorstellungen, vor allem beim Budget, kommen immer wieder vor. Gerade bei kleineren Bestellungen entstehen manchmal Erwartungen, die so nicht vereinbart wurden. In solchen Fällen suchen wir faire Lösungen, zum Beispiel indem wir einen Teil der Kosten übernehmen und gleichzeitig aufzeigen, ab welcher Stückzahl gewisse Ergebnisse realistisch sind. Wenn ein Fehler auf unserer Seite passiert, stehen wir dafür ein und liefern selbstverständlich korrekt nach.

Konsumentenbund: Was ist der „Extra-Schritt“, den Sie für Ihre Kunden gehen?

Wir versuchen oft, Termine einzuhalten, ohne dafür extra Expresskosten zu verrechnen – sofern es irgendwie machbar ist. Das wird von vielen Kunden sehr geschätzt und hat uns schon oft langfristige Beziehungen gebracht.

Konsumentenbund: Gibt es eine kontroverse Meinung, die Sie in Ihrem Fachbereich vertreten?

Wir machen keine Einzelstücke mehr ohne entsprechende Zuschläge und Grafikkosten. Früher haben wir solche Sachen teilweise sehr günstig gemacht, aber das ist weder für uns noch für den Kunden sinnvoll. Wenn wir sauber und professionell arbeiten wollen, muss der Aufwand auch korrekt berechnet werden – alles andere führt langfristig zu Unzufriedenheit auf beiden Seiten.

Konsumentenbund: Wenn Sie eine Sache im Schweizer Gesetz ändern könnten, was wäre das?

Ein Thema ist der Import aus China: Private können oft günstiger einkaufen als Firmen, weil sie andere Rechnungen oder Bedingungen haben. Für uns als Unternehmen entstehen dadurch klare Nachteile. Zudem sind Importkosten je nach Material sehr unterschiedlich und oft kompliziert geregelt, was die Kalkulation erschwert.

Konsumentenbund: Welche aktuellen Trends werden die grössten Auswirkungen auf Ihre Kunden haben?

Ein spannender Trend ist die Digitalisierung von Arbeitskleidung, zum Beispiel durch Tracking oder automatische Zahlungen bei Reinigungen. Gleichzeitig hoffe ich, dass im Bereich Nachhaltigkeit mehr Transparenz entsteht – damit Kunden wirklich nachvollziehen können, wo und wie Produkte hergestellt werden, statt sich nur auf Labels zu verlassen.

Konsumentenbund: Wie wird sich Ihr Fachbereich in den nächsten 5–10 Jahren verändern?

Wir werden uns in den nächsten Jahren wahrscheinlich noch stärker an den EU-Markt anpassen müssen. Gleichzeitig wird es wichtig sein, Preis und Qualität noch effizienter zu kombinieren, um gegenüber der internationalen Konkurrenz bestehen zu können – vor allem aus der Schweiz heraus.

Konsumentenbund: Welche Rolle spielt die Digitalisierung dabei?

Die Digitalisierung sorgt für mehr Transparenz, macht den Vergleich von Textilien aber nicht unbedingt einfacher. Qualität, Materialien und Verarbeitung lassen sich online schwer beurteilen. Deshalb werden Marken wichtiger. Gleichzeitig sehen wir grosses Potenzial bei digitalen Lösungen für Lager, Nachbestellungen oder Logoverwaltung – daran arbeiten wir aktuell, um das für unsere Kunden einfacher und übersichtlicher zu machen.

Konsumentenbund: Was ist Ihre Vision für eine ideale Zukunft in Ihrem Fachbereich?

Ich wünsche mir eine Zusammenarbeit, bei der nicht jeder Auftrag bis ins letzte Detail über den Preis verhandelt wird. Es sollte ein Geben und Nehmen sein: Mal macht man etwas, das sich vielleicht weniger lohnt, und dafür passt es beim nächsten Auftrag wieder. Wenn beide Seiten fair miteinander umgehen, profitieren am Ende alle – und gute Qualität schätzt sowieso jeder.

Konsumentenbund: Herr Mächler, herzlichen Dank für das Gespräch und die wertvollen Einblicke!

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Über das Unternehmen:

Die Green Fara GmbH mit ihrer Plattform werbemittel-oerlikon.ch, unter der Leitung von Geschäftsführer Michi Mächler, steht für Qualität, Flexibilität und persönliche Beratung im Bereich Textildruck und Merchandising. Als Träger des Qualitäts- und Vertrauenslabels „Kundenversprechen“ des Schweizerischen Konsumentenbunds zeichnet sich das Unternehmen durch herausragende Servicequalität aus.

Weitere Informationen finden Sie unter: www.werbemittel-oerlikon.ch

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