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«Eine Immobilie zu verkaufen, bedeutet weit mehr als ein Inserat aufzuschalten»

In unserer Beitragsreihe stellen wir Unternehmen und Expertinnen und Experten aus dem Netzwerk des Schweizerischen Konsumentenbunds vor – Partner, die für Qualität, Verlässlichkeit und echte Kundennähe stehen. Heute: Michel Wyss von Wyss Liegenschaften GmbH.
Eine Immobilie ist für ihre Eigentümerinnen und Eigentümer selten nur ein Objekt. Erinnerungen, Familiengeschichten, finanzielle Fragen und Zukunftspläne machen Kauf, Verkauf oder Bewertung zu weitreichenden Entscheidungen. Michel Wyss, Mediator FSM, CAS+, erklärt im Interview, weshalb eine fundierte Einschätzung mehr zählt als ein hoher Wunschpreis und wie klare Kommunikation Sicherheit in einen oft persönlichen Prozess bringt.
Konsumentenbund: Herr Wyss, in welchen Situationen begleitet Wyss Liegenschaften Menschen rund um ihre Immobilie?
Michel Wyss: Bei Wyss Liegenschaften begleiten wir Menschen, wenn rund um eine Liegenschaft wichtige Entscheidungen anstehen. Das kann der Verkauf eines Hauses sein, die Bewertung einer Wohnung, die Suche nach einem neuen Zuhause oder eine Situation, in der mehrere Personen gemeinsam über eine Immobilie entscheiden müssen. In solchen Momenten geht es selten nur um Quadratmeter, Lage und Preis. Oft spielen Erinnerungen, finanzielle Fragen, Zukunftspläne und persönliche Erwartungen eine ebenso grosse Rolle.
Unser Ziel ist es, diese Themen verständlich zu ordnen. Wer sich mit Immobilien in Bern und Umgebung beschäftigt, braucht nicht nur Marktinformationen, sondern auch eine Einschätzung, die zur konkreten Situation passt. Wir verbinden regionale Erfahrung mit Fachwissen zur Bewertung von Immobilien, Verkauf und Beratung. So erhalten Eigentümerinnen, Eigentümer und Kaufinteressierte eine Grundlage, auf der sie den nächsten Schritt sicherer und besser informiert angehen können.
Konsumentenbund: Warum ist ein Immobilienverkauf häufig komplexer, als Eigentümer zunächst erwarten?
Michel Wyss: Viele Eigentümerinnen und Eigentümer merken erst mitten im Verkaufsprozess, wie viele Fragen neben dem eigentlichen Verkaufspreis auftauchen. Ein typischer Fall ist eine Familie, die nach einem Erbfall ein Haus in der Region Bern verkaufen möchte. Eine Person verbindet viele Erinnerungen mit dem Elternhaus, eine andere möchte möglichst rasch Klarheit, und gleichzeitig ist offen, welcher Preis überhaupt realistisch ist.
In solchen Situationen zeigt sich schnell, dass eine Immobilie zu verkaufen deutlich mehr bedeutet, als ein Inserat aufzuschalten. Zuerst braucht es eine nachvollziehbare Immobilien-Bewertung, eine saubere Einschätzung zum Verkehrswert der Liegenschaft und eine Kommunikation, die alle Beteiligten mitnimmt. Danach folgen Unterlagen, Besichtigungen, Rückfragen, Verhandlungen und die Begleitung bis zum Abschluss. Wer einen Immobilienmakler in Bern sucht, sucht deshalb im besten Fall nicht nur jemanden, der ein Objekt vermarktet, sondern jemanden, der Ruhe, Struktur und Klarheit in einen oft sehr persönlichen Entscheidungsprozess bringt.
Konsumentenbund: Welche Philosophie prägt Ihre Beratung in solchen emotional und finanziell wichtigen Momenten?
Michel Wyss: Immobilien sind für viele Menschen ein grosser Teil ihres Lebens. Manche verbinden mit einer Liegenschaft Jahrzehnte an Erinnerungen, andere sehen darin ihre Altersvorsorge, ein Familienprojekt oder den nächsten wichtigen Schritt in eine neue Lebensphase. Diese Mischung aus Emotion und finanzieller Tragweite prägt unsere Arbeit.
Unsere Philosophie ist deshalb einfach: zuerst zuhören, dann einordnen. Bevor wir eine Empfehlung abgeben, möchten wir verstehen, was die Beteiligten wirklich beschäftigt. Welche Erwartungen gibt es? Welche Fragen sind noch offen? Wo bestehen Unsicherheiten? Erst wenn diese Punkte geklärt sind, lässt sich eine Entscheidung treffen, die nicht nur kurzfristig funktioniert, sondern auch langfristig tragfähig ist.
Konsumentenbund: Welchen Fehler beobachten Sie bei der Preisfindung am häufigsten?
Michel Wyss: Ein häufiger Fehler ist, dass der Wert einer Immobilie aus dem Bauch heraus eingeschätzt wird. Das ist verständlich, besonders wenn Eigentümerinnen und Eigentümer lange in einem Haus gewohnt oder viel in eine Liegenschaft investiert haben. Der Markt beurteilt ein Objekt jedoch nach anderen Kriterien: Lage, Zustand, Nachfrage, Ausbaupotenzial, Vergleichsobjekte und Finanzierungsmöglichkeiten.
Wenn eine Immobilie zu verkaufen ist und der Preis zu hoch angesetzt wird, kann das den ganzen Prozess erschweren. Interessierte werden zurückhaltend, das Objekt bleibt länger sichtbar, und spätere Preisanpassungen wirken oft ungünstig. Eine fundierte Einschätzung zum Verkehrswert einer Immobilie hilft, von Beginn an realistischer zu planen. Gerade beim Verkauf von Immobilien in Bern und Umgebung zahlt es sich deshalb aus, mit einem Preis zu starten, der gut begründet ist und zum Markt passt – statt mit einer zu optimistischen Erwartung, die später korrigiert werden muss.
Konsumentenbund: Wie helfen Sie einer Erbengemeinschaft, wenn unterschiedliche Vorstellungen über eine Liegenschaft bestehen?
Michel Wyss: Ein typischer Fall ist eine Erbengemeinschaft, die eine ältere Liegenschaft verkaufen möchte. Auf den ersten Blick scheint es einfach: Das Haus soll verkauft und der Erlös aufgeteilt werden. In der Praxis kommen aber schnell weitere Fragen dazu. Soll vorher noch saniert werden? Was ist ein fairer Preis? Wie geht man damit um, wenn die Beteiligten unterschiedliche Vorstellungen haben?
In solchen Momenten hilft eine neutrale Aussensicht. Eine sorgfältige Bewertung schafft eine gemeinsame Grundlage, über die alle sprechen können. Danach lässt sich klären, ob ein Verkauf zum aktuellen Zeitpunkt sinnvoll ist, wie die Vermarktung aussehen könnte und welche Unterlagen noch fehlen. Die wichtigste Erfahrung daraus: Je klarer der Prozess erklärt wird, desto eher entsteht Vertrauen zwischen allen Beteiligten.
Konsumentenbund: Welche zwei Grundregeln empfehlen Sie Personen, die eine Immobilie verkaufen oder kaufen möchten?
Michel Wyss: Die erste Regel lautet: Wer verkaufen möchte, sollte den Marktwert kennen, bevor Preis und Zeitpunkt festgelegt werden. Eine seriöse Bewertung bringt Klarheit und verhindert, dass Erwartungen und Realität zu weit auseinanderliegen. Das gilt für ein Einfamilienhaus genauso wie für eine Eigentumswohnung oder ein Mehrfamilienhaus.
Die zweite Regel lautet: Wer eine Immobilie kaufen möchte, sollte nicht nur auf den ersten Eindruck achten. Lage, Zustand, Unterhalt, Finanzierung und persönliche Lebensplanung müssen zusammenpassen. Gerade bei einer Immobiliensuche in Bern oder in umliegenden Gemeinden lohnt es sich, die eigenen Kriterien früh zu klären. So wird die Suche gezielter, und Angebote lassen sich besser vergleichen.
Konsumentenbund: Woran erkennen Kunden, dass sie nicht nur vermittelt, sondern wirklich begleitet werden?
Michel Wyss: Kundenfreundlichkeit zeigt sich für uns nicht in grossen Worten, sondern im Umgang miteinander. Viele Menschen kaufen oder verkaufen nur einmal im Leben eine Immobilie. Entsprechend wichtig ist es, dass sie die einzelnen Schritte verstehen und wissen, welche Entscheidungen anstehen.
Bei Wyss Liegenschaften nehmen wir uns deshalb Zeit für Fragen, erklären Fachbegriffe verständlich und sprechen auch Punkte an, die vielleicht nicht sofort angenehm sind. Dazu gehören realistische Preiseinschätzungen, mögliche Risiken oder fehlende Unterlagen. Wer nach Immobilien in der Nähe sucht oder eine Liegenschaft verkaufen möchte, braucht nicht nur Informationen, sondern auch jemanden, der diese Informationen richtig einordnet. Genau darin liegt für viele Kundinnen und Kunden der Unterschied zwischen einer reinen Vermittlung und einer echten Begleitung.
Konsumentenbund: Wie gehen Sie mit Situationen um, in denen eine Bewertung deutlich tiefer ausfällt als erwartet?
Michel Wyss: Unzufriedenheit entsteht oft dann, wenn Erwartungen nicht klar ausgesprochen wurden. Deshalb ist es wichtig, früh ehrlich zu sein: beim möglichen Verkaufspreis, bei der Dauer des Prozesses, beim Zustand einer Liegenschaft oder bei Rückmeldungen von Interessierten. Schwierige Themen verschwinden nicht, wenn man sie ausspart. Sie werden meistens einfacher, wenn man sie offen erklärt.
Ein Beispiel ist eine Bewertung, die tiefer ausfällt als erwartet. Das kann enttäuschend sein, gerade wenn Eigentümerinnen und Eigentümer emotional stark mit der Liegenschaft verbunden sind. Wenn aber nachvollziehbar aufgezeigt wird, welche Faktoren den Wert beeinflussen, entsteht wieder Orientierung. Aus einer unangenehmen Nachricht kann so eine brauchbare Entscheidungsgrundlage werden.
Konsumentenbund: Was umfasst für Sie eine sorgfältige Vorbereitung beim Verkauf einer Liegenschaft?
Michel Wyss: Der zusätzliche Schritt liegt häufig in guter Vorbereitung. Dazu gehört, Unterlagen früh zu prüfen, offene Fragen zu klären und den Ablauf so zu erklären, dass Kundinnen und Kunden nicht das Gefühl haben, dem Prozess hinterherzulaufen. Gerade beim Liegenschaften Verkauf können kleine Details später wichtig werden.
Dazu zählen etwa Grundbuchauszüge, Pläne, Renovationen, Mietverhältnisse, energetische Themen oder Abklärungen mit Behörden. Auch nach Besichtigungen oder Verhandlungen ist es wichtig, Rückmeldungen sauber einzuordnen und die nächsten Schritte klar zu besprechen. Vertrauen entsteht nicht durch Tempo allein, sondern durch Sorgfalt, Verlässlichkeit und eine Begleitung, die nachvollziehbar bleibt.
Konsumentenbund: Warum ist der höchste Angebotspreis nicht immer die beste Verkaufsstrategie?
Michel Wyss: Eine Meinung, die nicht immer sofort gut ankommt: Der höchste Angebotspreis ist nicht automatisch die beste Verkaufsstrategie. Natürlich möchten Eigentümerinnen und Eigentümer einen guten Preis erzielen. Doch ein Preis, der deutlich über dem Markt liegt, kann am Ende mehr schaden als nützen.
Interessierte beobachten den Markt sehr genau. Wenn ein Objekt lange ausgeschrieben ist oder mehrfach reduziert wird, entstehen schnell Zweifel. Ein realistischer Preis bedeutet nicht, unter Wert zu verkaufen. Er bedeutet, mit einer glaubwürdigen Ausgangslage zu starten. Gerade beim Immobilien Verkauf ist Vertrauen ein wichtiger Faktor, und Vertrauen entsteht eher durch Klarheit als durch überhöhte Erwartungen.
Konsumentenbund: Welche Erleichterung würden Sie sich für private Eigentümerinnen und Eigentümer wünschen?
Michel Wyss: Viele private Eigentümerinnen und Eigentümer wünschen sich vor allem mehr Verständlichkeit. Rund um Liegenschaften gibt es zahlreiche Vorgaben, Fristen, Gebühren, energetische Anforderungen und rechtliche Fragen. Viele davon sind sinnvoll, aber für Laien nicht immer leicht zu überblicken.
Hilfreich wäre eine einfachere und klarere Kommunikation, besonders bei Themen wie Sanierung, Eigentumsübertragung, Erbschaft oder Verkauf. Wer eine Liegenschaft besitzt, sollte besser nachvollziehen können, welche Pflichten bestehen und welche Entscheidungen welche Folgen haben. Mehr Transparenz würde nicht nur Eigentümerinnen und Eigentümern helfen, sondern auch Kaufinteressierten.
Konsumentenbund: Wie sinnvoll sind digitale Bewertungen und Online-Informationen bei der Immobiliensuche?
Michel Wyss: Die Digitalisierung hat die Suche nach einer passenden Immobilie deutlich einfacher gemacht. Wer sich heute in Bern oder der Umgebung orientiert, findet online schnell Angebote, Vergleichswerte und erste Hinweise zum möglichen Marktwert. Das ist hilfreich, weil Informationen viel zugänglicher sind als früher. Gleichzeitig ersetzen solche digitalen Hilfsmittel keine persönliche Prüfung. Eine Online-Schätzung sieht nicht immer, wie sorgfältig ein Gebäude unterhalten wurde, wie sich ein Quartier entwickelt oder welche Besonderheiten eine bestimmte Liegenschaft mitbringt. Daten können eine gute erste Orientierung geben – die entscheidende Einschätzung entsteht aber erst, wenn sie mit lokaler Erfahrung und einem genauen Blick auf das Objekt verbunden werden.
Konsumentenbund: Wie entwickeln sich die Anforderungen an Käuferinnen und Käufer in den kommenden Jahren?
Michel Wyss: Der Immobilienmarkt dürfte in den nächsten Jahren nicht einfacher werden. Käuferinnen und Käufer informieren sich genauer, Finanzierungen werden sorgfältiger geprüft, und Themen wie Energieeffizienz, Unterhalt oder flexible Wohnformen spielen eine immer grössere Rolle. Wer heute in Münsingen, Köniz, Wabern oder einer anderen Gemeinde rund um Bern ein Haus sucht, achtet deshalb nicht mehr nur auf Lage und Preis. Viele möchten wissen, ob eine Liegenschaft auch langfristig zum Alltag, zum Budget und zur eigenen Lebensplanung passt.
Für Kundinnen und Kunden wird gute Beratung dadurch umso wichtiger. Denn je mehr Informationen online verfügbar sind, desto schwieriger kann es werden, sie richtig einzuordnen. Ein Inserat, eine Online-Bewertung oder ein Vergleichspreis zeigt immer nur einen Teil des Bildes. Entscheidend ist, was diese Informationen im konkreten Fall bedeuten – und welche Schlüsse man daraus für Kauf, Verkauf oder Bewertung einer Immobilie zieht.
Konsumentenbund: Wo sehen Sie bei der Digitalisierung der Immobilienbranche besonderen Handlungsbedarf?
Michel Wyss: Die Digitalisierung bringt viele Vorteile. Angebote lassen sich schneller finden, Unterlagen können einfacher ausgetauscht werden, und wer Immobilien in Bern kaufen oder Immobilien kaufen in Bern sucht, kann sich online einen ersten Überblick verschaffen. Auch lokale Suchen wie Wohnung kaufen Münsingen, Haus kaufen Utzenstorf oder Mehrfamilienhaus kaufen Bern beginnen heute oft digital.
Das Risiko besteht darin, dass aus einem schnellen Überblick vorschnell eine feste Meinung wird. Nicht jedes Foto zeigt den tatsächlichen Zustand, nicht jede Schätzung trifft den Marktwert, und nicht jedes Angebot passt zur persönlichen Situation. Handlungsbedarf sehen wir deshalb vor allem bei der Einordnung. Digitale Informationen sind wertvoll, sollten aber nicht das Gespräch, die Objektprüfung und die persönliche Beratung ersetzen.
Konsumentenbund: Was ist Ihre Vision für einen fairen und transparenten Immobilienmarkt?
Michel Wyss: Unsere Vision ist ein Immobilienmarkt, in dem Menschen besser verstehen, was sie entscheiden. Verkäuferinnen und Verkäufer sollen nachvollziehen können, warum ein bestimmter Preis realistisch ist. Käuferinnen und Käufer sollen erkennen, ob ein Objekt wirklich zu ihren Bedürfnissen, ihrem Budget und ihrer Lebensplanung passt. Und alle Beteiligten sollen fair und transparent miteinander umgehen.
Dazu gehört auch, dass Beratung nicht erst kurz vor dem Abschluss beginnt. Gute Immobilienberatung schafft Klarheit, bevor wichtige Entscheidungen getroffen werden. Ob jemand eine Immobilie zu verkaufen hat, eine Immobilie kaufen möchte oder zuerst den Wert einer Liegenschaft kennen will: Am Ende sollte die Entscheidung gut vorbereitet, verständlich und tragfähig sein.
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Über das Unternehmen: Die Wyss Liegenschaften GmbH begleitet Eigentümerinnen, Eigentümer und Kaufinteressierte bei Bewertung, Verkauf, Suche und Beratung rund um Immobilien in Bern und Umgebung. Weitere Informationen finden Sie unter: wyssliegenschaften.ch



